Welcher Apfel ist bei Fructoseintoleranz geeignet?

Die Ursache für eine Fructoseintoleranz ist in der Regel eine nicht ausreichende Verdauung des Zuckerbausteins Fructose. Bei einer Fructose-Malabsorption wird der Fruchtzucker nicht wie normalerweise vorgesehen, im Dünndarm komplett abgebaut. Vielmehr wird er bis zum Dickdarm weitergeleitet. Die im Dickdarm tätigen Bakterien wandeln den Fruchtzucker in kurzkettige Fettsäuren (vgl. https://www.spektrum.de/lexikon/ernaehrung/kurzkettige-fettsaeuren/5068) und Gase um, sowie zu Kohlendioxid und Wasserstoff. Diese Komponenten führen zu den typischen Beschwerden.

Bei vielen Menschen werden die Symptome auch bei Äpfeln ausgelöst. Das liegt vor allem daran, dass in Äpfeln natürlicherweise viel Fruchtzucker vorhanden ist.

Äpfel essen trotz Fructoseintoleranz

Bei einigen Menschen sorgt der Biss in einen Elstar Apfel zu keinen Beschwerden. Früher gab es wesentlich mehr sorbitarme Äpfel auf dem Markt, im Vergleich zu heute. In der heutigen Zeit enthalten viele Apfelsorten mehr als 5 g Fructose auf 100 g Frucht. Neben Äpfeln zählen auch folgende Obstsorten dazu:

  • Birnen
  • Datteln
  • Hagebutten
  • Feigen
  • Süßkirschen
  • Trauben
  • Getrocknetes Obst

 

Wenig Fruchtzucker konsumieren

Wenn ein Betroffener die Diagnose einer Fructoseintoleranz erhält, dann sollte er im ersten Monat komplett auf Fructose verzichten. Das ist besonders dann ratsam, wenn die Symptome sehr stark sind. Durch den Verzicht kann sich die Darmflora wieder regenerieren. Erst dann sollte die eine oder andere Apfelsorte vorsichtig getestet werden. Oftmals ist es hilfreich, wenn das Obst nicht roh verzehrt wird. Es ist in der Regel einfacher, wenn ein Apfel in Verbindung mit anderen Lebensmitteln zu sich genommen wird. Dadurch wird es bei einer Fructoseintoleranz für den Darm wesentlich einfacher, die Fructose abzubauen und zu verarbeiten. Hierbei ist natürlich der richtige Anteil an Glukose sehr wichtig.

 

Warum sind Äpfel so beliebt?

Äpfel gehören zu den beliebtesten Obstsorten. Sie haben nicht nur einen tollen Geschmack, sondern sie sind auch gleichzeitig sehr gesund. Viele Sorten enthalten eine Menge Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe und fast gar keinen Fettanteil. Äpfel bestehen zu 85% aus Wasser. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie sehr kalorienarm sind. Äpfel sind aufgrund des hohen Anteils an Fructose bei einer Fructoseintoleranz nicht gut verträglich. Auch viele Allergiker haben nach dem Verzehr von Äpfeln einige Beschwerden. Alleine in Deutschland sind rund vier Millionen Menschen allergisch gegen die unterschiedlichsten Apfelsorten. Besonders Apfelsorten wie Granny Smith oder Jonagold lösen häufig Allergien aus. Viele Betroffene leiden nach dem Verzehr unter einem unangenehmen Jucken.

Andere Sorten wie Gravensteiner, Boskoop und Finkenwerder Herbstprinz können von vielen Allergikern dagegen ohne eine allergische Reaktion genossen werden.

Der behandelnde Arzt kann durch einen umfangreichen Test herausfinden, welche Apfelsorten ohne Probleme gegessen werden können. Bei einer Erhebung konnte festgestellt werden, dass gerade die alten Apfelsorten gut verträglich sind. Das liegt vor allem daran, dass sie einen hohen Polyphenolgehalt haben.

 

Jeder Körper reagiert bei einer Fructoseintoleranz anders

Nicht jede Fructoseintoleranz ist stark ausgeprägt. Somit kann es sein, dass man selber eine Apfelsorte gut vertragen kann, andere Leidensgenossen dagegen nicht. In einigen Fällen ist es sogar vorgekommen, dass nach einer längeren Pause Fructose wieder ganz ohne Probleme weiterverarbeitet wird. Es kann plötzlich wieder jeder Apfel gegessen werden, obwohl einige Sorten vorher Beschwerden verursacht haben. Der behandelnde Arzt kann zusätzlich viele wertvolle Tipps geben, wie die Symptome bei einer Fructoseintoleranz gelindert werden können.